Die Reinigung mit Kohlenwasserstoffen spielt eine zentrale Rolle in der Wärmebehandlung metallischer Werkstücke – sowohl vor als auch nach dem thermischen Prozess. Vor der Wärmebehandlung ist es entscheidend, dass Bauteile frei von Ölen, Fetten, Partikeln und anderen Rückständen sind. Diese Verunreinigungen können bei hohen Temperaturen zu unerwünschten Reaktionen führen, etwa zu Verfärbungen, Oxidation, Kohlenstoffanreicherungen oder sogar zu Fehlstellen in der Materialstruktur. Eine gründliche Reinigung stellt sicher, dass die Wärmebehandlung unter kontrollierten Bedingungen erfolgt und die gewünschten Materialeigenschaften erreicht werden.
Lösemittelbasierte Reinigungsverfahren sind besonders effektiv bei der Entfernung organischer Rückstände wie Schneidöle, Korrosionsschutzmittel oder Schmierstoffe. Sie bieten den Vorteil einer schnellen Trocknung, da viele Lösemittel flüchtig sind, und hinterlassen kaum Rückstände – ein entscheidender Faktor bei Prozessen unter Vakuum oder Schutzgas. Häufig kommen dabei modifizierte Alkohole, Kohlenwasserstoffe oder chlorierte Lösemittel zum Einsatz, je nach Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Materialkompatibilität und Reinigungsleistung. In vielen Fällen wird die Lösemittelreinigung durch Ultraschall unterstützt, um auch feinste Partikel und Rückstände aus komplexen Geometrien zu entfernen.
Nach der Wärmebehandlung wird häufig in Öl abgeschreckt. Um den Anlassofen nicht zu kontaminieren wird ein weiterer Reinigungsschritt vor dem Anlassen integriert, damit die Hot Zone des Ofens geschützt wird.
Moderne Wärmebehandlungsanlagen integrieren die Reinigung zunehmend in die automatisierte Linie und überwachen somit den gesamten Prozess über den Leitstand. Die Charge der Reinigungsanlage muss daher der Chargengröße der Öfen entsprechen.
Praxisbeispiel einer maßgeschneiderten Reinigungsanlage für hochpräzise Industriebauteile mit höchsten Anforderungen an Reinheit, Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit.
Um Rückstände zu entfernen, die bei hohen Temperaturen zu Oberflächenfehlern oder Reaktionen führen können.
Öle, Fette, Partikel, Salze und organische Verunreinigungen.
Es können Verfärbungen, Oxidation, Kohlenstoffanreicherungen oder Fehlstellen entstehen.
Sie entfernt das Abschrecköl und schützt die Hot Zone des Anlassofens.
Für organische Rückstände ja – Lösemittel sind oft effektiver und rückstandsfrei. In der Lohnwärmebehandlung kommen häufig Hybridanlagen zum Einsatz um auch anorganische Rückstände vollständig abreinigen zu können.
Modifizierte Alkohole, Kohlenwasserstoffe, Gemische daraus und chlorierte Lösemittel.
Nein, ihre Wirkung hängt von der Art der Verschmutzung und dem Material ab.
Lösemittel mit hoher Reinigungskraft und guter Umweltverträglichkeit, z. B. DOWCLENE.
Nur in geschlossenen Systemen mit Rückgewinnung – wegen Umwelt- und Gesundheitsrisiken.
Die Bauteile werden in Lösemittel getaucht oder besprüht, oft unterstützt durch Ultraschall, danach dampfentfettet und vakuumgetrocknet.
Ja, viele Systeme sind in Wärmebehandlungsanlagen integriert und vollautomatisierbar.
Je nach Verfahren und Verschmutzung meist zwischen 15 und 45 Minuten.
Er verstärkt die Reinigungswirkung durch Kavitation und Mikroströmungen.
Durch Sichtkontrolle, Partikelmessung, Rückstandsanalyse oder Oberflächenprüfung.
Ja, Rückstandsfreiheit ist entscheidend – daher werden dort Hybridreinigungsanlagen bevorzugt, die Lösemittel und wässrige Medien in einer Reinigungskammer vereinen können.
Sie erfordern geeignete Schutzmaßnahmen und geschlossene Systeme.
Sie müssen fachgerecht über die Altölschiene entsorgt werden.
Ja, z. B. modifizierte Alkohole.
Optimalerweise verfügt die Reinigungsanlage über eine Destillation sowie die Möglichkeit Niedrigsieder automatisch auszuschleusen. Dadurch entfällt der komplette Wechsel des Bades dauerhaft.
Die Kombination aus Lösemittelreinigung und Ultraschall ist besonders effektiv, da sie auch schwer zugängliche Bereiche wie Bohrungen, Spalten und Innengewinde erreicht.
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